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Der
Erstling (1/2005) von NO WAY! aus Wien besticht schon mal mit feinem,
kühlblauem Cover, einer Impression eines der beiden Monde des Mars,
nämlich Phobos. Ein sorgfältig gewähltes Sujet der Wiener
Metallurgen, denn Phobos und Deimos, also Furcht und Schrecken sind die
beiden Söhne und Begleiter des Kriegsgottes Mars. Ein Sujet, das
sich in den teilweise düsteren Lyrics wiederfindet, die jedoch nie
ohne den Funken Hoffnung bleiben. Der Gesang ist auch, nebenbei bemerkt,
eines der highlights dieser Produktion (neben den präzisen Gitarrensoli,
u.ä.). "Visions Impossible", der Titeltrack, eine schöne
schnörkellose Rocknummer, stimmt mächtig auf Kommendes ein und
klingt mit einem unnachahmlich entspannten guitarsolo aus. "Reality
Bites" wuchtet im Stil des openers weiter, setzt vielleicht noch
einen drauf mit Voice ind Strings. "Friends Through Fire" ist
ein metallischer Ohrwurm, ein Iron Maiden/Blind Guardian-Mix, der jeden
Metallinski mitreißt!. "Winterdays" beginnt lyrisch-balladesk,
versetzt dem so eingestimmten Metallohr aber nach einerminutesechzehn
eine ordentliche Speed-Gnackwatschen, die den Headbanger zwingend fernsteuert.
Feiner Song! "The Past" gefällt dem Lord weniger, weswegen
wir auch sogleich zur sechsten Nummer, zu "Stormbringer" übergehen:
Eine Fusion von Rocknummer und Metal Ballade mit lyrischen Zwischensequenzen,
abwechselnd mit treibendem Metal-Parts. In "Stormbringer" ist
der Titel Programm, ein Spannungsbogen von mildem Frühlingslüftchen
zu der wilden Jagd der Apokalyptischen Reiter. Eine Metalballade vom Feinsten
ist "A Time To Remember", mit hervorragenden Voices und einem
spielfreudig dargebotenen Gitarrensolo. Die letzte Nummer auf "Visions
Impossible", "Stay Away", ist schön rockig und rundet
den sehr guten Gesamteindruck von "Visions Impossible" ab.
Insgesamt ein gelungenes und, wohl weil über einen längeren
Zeitraum (2003/2004) entstandenes, ausgewogenes Werk.
Lord Jon |